Profil der Fakultät

Die Fakultät 5 entstand im Jahr 2002 durch Zusammenschluss der bisherigen Fakultäten „Informatik“ und „Elektrotechnik und Informationstechnik“. Beide Fachbereiche gehören zu den traditionsreichsten in Deutschland: Bereits 1882 berief die Technische Hochschule Stuttgart den ersten Professor für Elektrotechnik und die Stuttgarter Informatik gehört mit der Einrichtung des Studiengangs zum WS 1970/71 ebenfalls zu den Vorreitern dieses Fachs in Deutschland. Inzwischen ist die Fakultät stark gewachsen und ist die wissenschaftliche Heimat für knapp 50 Professoren und Professorinnen (inkl. Juniorprofessoren), die hier forschen und lehren. Jedes Jahr werden zudem mehr als 40 Nachwuchswissenschaftler promoviert.

Das Informatik-Gebäude
Foto: Uni Stuttgart

Wir stehen für Forschung und Lehre auf höchstem Niveau. Mit unserer Grundlagenforschung werden die Technologien von morgen entwickelt. Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik durchdringen alle Bereiche des modernen Lebens. Folglich beschäftigen wir uns mit Fragestellungen aus allen Lebensbereichen: Wie wird Telekommunikation noch zuverlässiger? Unter welchen Voraussetzungen können Dinge intelligent und zielgerichtet miteinander kommunizieren? Wie unterstützt die Technik alte oder chronisch kranke Menschen im Alltag? Kann Twitter bei der Katastrophenverhütung und beim Krisenmanagement helfen? Versteht mich mein Auto? Was passiert mit ausgedienten Solarmodulen?

Damit deckt die Fakultät 5 das gesamte Spektrum der  Informations- und Kommunikationstechnologien ab: Dies beginnt bei der Nano- und Optoelektronik, geht über die Grundlagen von Hardware und Software bis hin zu hoch komplexen Anwendungssystemen und deren Darstellung in Bild und Sprache.

Ein weiterer wichtiger Kompetenzbereich der Fakultät ist die Energiewandlung sowie die Stromerzeugung und -verteilung in umweltschonender Weise. Dazu gehören insbesondere die nachhaltige elektrische Energieversorgung, die Elektromobilität und hocheffiziente leistungselektronische Systeme. Allen Forschungsthemen ist die Betrachtung unter den Fragestellungen der Sicherheit, Zuverlässigkeit, Energieeffizienz, Nutzerfreundlichkeit und Mensch-Maschinen-Interaktion gemein.

Nachweis der leistungsstarken Forschung an der Fakultät ist die Beteiligung an sieben SFBs, acht Schwerpunktprogrammen und mehreren Forschergruppen der DFG in den vergangenen Jahren. Nicht zuletzt die wesentliche Beteiligung am Exzellenzcluster SimTech und der Graduiertenschule GSaME belegen die Forschungsstärke der Institute. Die Fakultät ist stark in der Einwerbung von Drittmitteln (im DFG-Förderatlas 2012 belegt sie den vierten Platz) und verfügt über traditionsreiche Unternehmenskooperationen, u.a. mit IBM und der Robert Bosch GmbH. Für die Forschung stehen an der Fakultät moderne Großanlagen zur Verfügung, beispielsweise Hochspannungs-Prüf- und Messanlagen, mehrere Reinräume, Laseranlagen und ein Visualisierungslabor mit einer europaweit einmaligen Powerwall.  

Ausgezeichnete Architektur:
Das VISUS-Institut im Hysolar-Gebäude
Foto: VISUS

Elektrotechnik, Informationstechnik und Informatik sind Disziplinen, die auch zu anderen Disziplinen wichtige Beiträge leisten. Daher kooperiert die Fakultät 5 in  Forschung und Lehre mit anderen Fakultäten und zentralen Einrichtungen der Universität sowie außeruniversitären Einrichtungen. Hervorzuheben sind gemeinsame Forschungs- und Lehrprojekte mit den Fakultäten für Maschinenbau, mit der Fakultät Mathematik und Physik sowie mit der Philosophisch-Historischen Fakultät im Bereich Digital Humanities.

Diese Forschung prägt auch unsere Lehre: Unseren Studierenden vermitteln wir zunächst solide Grundlagen, um sie auf die Forschungsfragen der Zukunft vorzubereiten. Unsere etwa 3000 Studierenden verteilen sich auf fünf Bachelorstudiengänge und acht Masterstudiengänge. Darüber hinaus sind die Institute der Fakultät an einer Reihe weiterer Bachelor- und  Masterstudiengängen beteiligt.